Action, Spaß und Adrenalin: Alpenabenteuer im Ötztal

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Ötztal. Klettern, Rafting und Mountainbiking – Outdoorsport ist Leidenschaft, die man gerne mit jemandem teilen möchte. Vom 1. bis 6. Juli erlebten 22 Bundeswehrangehörige und ihre Lebenspartner aus unterschiedlichen Standorten eine ereignisreiche Actionfreizeitwoche im österreichischen Ötztal, die von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) organisiert wurde. Ein abwechslungsreiches Programm sorgte für jede Menge Spaß und Nervenkitzel, aber auch die Erholung kam bei ausgedehnten Wanderungen nicht zu kurz.

Montagmorgen: Erster Tag, erstes Ziel! Direkt nach dem Frühstück stand der Outdoor-Parcours in Sautens auf dem Programm – eine Kombination aus klassischem Hoch- und Waldseilgarten, der allen Teilnehmern zum eingewöhnen diente. Mit vielen künstlichen Hindernissen, die sich in Höhen zwischen 3 und 15 Metern befanden, verlangte der Parcours einen guten Griff und forderte gleichsam alle Muskeln, bevor es mit der Flying-Fox (Seilrutsche) in 25 Meter Höhe etwa 200 Meter über die Ötztaler Ache ging. Von dort führte ein Wanderweg bis zum Eingang in den Klettersteig am Stuibenfall, dem höchsten Wasserfall Tirols. Während der 450 Meter lange Klettersteig  dicht am Stuibenfall entlang in luftigen 300 Höhenmetern gemeistert wurde, stürzte der Wasserfall aus 159 Metern Höhe in die Tiefe und versprühte dabei riesige nasse Staubfahnen. Den Höhepunkt des Klettersteigs bildete die Überquerung des Stuibenfall auf einer dünnen Drahtseilbrücke, die direkt über den Kopf des wilden Flusses führt.

Am zweiten Tag war der Inn in der Imster Schlucht wie geschaffen für eine erlebnisreiche Wildwasser-Rafting-Tour. Drei Stunden im Schlauchboot auf unregelmäßigen Wellen und beeindruckenden Stromschnellen ließen die Herzen aller höherschlagen. Nachmittags stand eine gemütliche Wanderung zum Piburger See auf dem Programm. Trotz des einsetzenden Regens, nutzten einige den einzigen Naturbadesee des Ötztals zum Schwimmen und Entspannen.

Das unumstrittene Rafting-Highlight erwartete die Teilnehmer am Mittwoch: Die Ötztaler Ache. Schäumende Walzen, tosende Wellen, zackiges Gestein und hohe Strömungsgeschwindigkeiten boten River Rafting pur. Die Tour mit Wildwasserstufen bis Vier – das Wildeste, das man mit einem Schlauchboot fahren kann – war ein Ereignis der besonderen Art und bescherte allen ein breites Grinsen in den Booten. Bei der Wildwasser-Rafting-Tour gingen ein Raft-Guide und ein Teilnehmer über Bord, konnten aber wieder gefahrlos in die Boote zurückkehren. Da der für den Nachmittag geplante Klettersteig zum Lehner Wasserfall wegen des starken Regens nicht durchgeführt werden konnte, fand am Abend ein gemeinsamer Grillabend am Hotel statt.

Der Vorletzte Tag begann auf dem 20.000 Quadratmeter großen Wakeboard-See in der Area47. Ob Wakeboard, Kneeboard oder Wasserski – hier lernten die Teilnehmer auf den unterschiedlichsten „Brettern“ und „Boards“ bemerkenswerte Tricks und Moves und konnten sich für zwei Stunden auf dem Wasser austoben. Geteilt in zwei „Leistungsgruppen“ standen am Nachmittag Mountainbike-Touren fernab vom „Lärm der Welt“ durch das Ötztal auf dem Plan. Während die „schnelle Gruppe“ sich für eine „Fünf-Orte-Runde“ entschied, die circa 30 Kilometer Strecke und 500 Höhenmeter umfasste, fuhr die „gemütliche Gruppe“ etwa 20 Kilometer.

Freitag, der letzte Tag, war für die Meisten das Highlight der fünftägigen Actionwoche: Eine anspruchsvolle Canyoning-Tour mit großem Spaßfaktor. Wo sich die Gebirgsbäche über Jahrtausende den Weg durch den Berg gegraben haben, ging es entlang des Wassers durch imposante Schluchten mit Wasserfällen und verwunschenen Tümpeln im ausgewaschenen Fels. Diese Kombination aus Wandern, leichtem Klettern und Abseilen sowie Wasserrutschen und Tümpel-Springen begeisterte jeden Einzelnen. Am Ende der Tour gab es noch frische Käsespatzen, welche durch die Guides über einem offenen Feuer zubereitet wurden. „Das gemeinsam Erlebte ließ eine super Gemeinschaft unter den Kameraden entstehen. Ein besonderes Erlebnis mit ganz neuen sportlichen Erfahrungen“, so das Fazit der Teilnehmer.