Das Paar im Gespräch

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Lenzen. In der christlichen Begegnungsstätte Haus Lenzen e.V. ließen sich sechs Paare darauf ein, unter fachlicher Anleitung von Familientherapeuten als „kleinste Selbsthilfegruppe der Welt“ Beziehungsgespräche zu führen. Diese bekannte Methode unterstützt mit herbeigeführten Gesprächen, der Beziehungslosigkeit in Beziehungen entgegenzuwirken. Seelsorglich begleitet wurde die vom 8. bis 10. Juni von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) angebotene Paarfreizeit von Militärpfarrer Bernhard Jacobi vom Evangelischen Militärpfarramt Schortens.

Begrüßt und über das gesamte Wochenende begleitet wurden die Teilnehmer von EAS-Familienreferentin Petra Thomas-Krieft und Sozialpädagogin Cordula Klaffs, die am Anreisetag zum gemeinsamen Kaffee und Kuchen einluden, um den Bundeswehralltag hinter sich zu lassen und zu entspannen. Dabei ergaben sich die ersten Gespräche, die mit einem kleinen Spaziergang zum Rudower See endeten, wo auch der letzte Teilnehmer zur Ruhe kam. Nach dem Abendessen gab es beim „Kennenlernen-Memory“ bewegende, aber auch lustige Momente, wodurch die Atmosphäre sehr vertraut war.

Noch vor dem Frühstück begann der nächste Tag mit einem kleinen Lauftraining und Qigong-Übungen, bevor alle gestärkt die erste Seminareinheit mit dem Themen „Was ist für uns Beziehung?“ und „Wie ich trotz den Belastungen im Alltag mein Leben selber gestalten kann!“ absolvierten. Nach dem Mittagessen konnten die Paare ein wenig Zweisamkeit genießen. So nutzten einige das herrliche Wetter zum Baden im Rudower See und andere um den nächstgelegenen Ort zu erkunden, bevor die zweite Seminareinheit begann. Diese bestand darin, unter Anleitung Zwiegespräche zu führen, die gewissen Regeln unterliegen. Bei dieser Art von Gesprächen ist die Regelmäßigkeit das Erfolgsgeheimnis. Jeder berichtet wie er sich selbst, den anderen und die gemeinsame Beziehung erlebt. Dieser Prozess ist mehr unbewusst als bewusst, da durch die Gespräche die Beziehung vertieft wird. Anschließend genossen die Paare eine geführte Paarhandmassage und waren somit auf das „Candle-Light-Dinner“ eingestimmt. Bei Tanz und guten Gespräche in entspannter Atmosphäre fand der Tag dann seinen Ausklang.

Am Abschlusstag ging es mit einem Solarboot auf den Rudower See. Begleitet von Christian Steinkopf, Bürgermeister der Stadt Lenzen, erfuhren die Teilnehmer sehr viel Interessantes von der Entwicklung, der wirtschaftlichen Situation und den Veränderungen der Naturlandschaft von Lenzen und der Umgebung. Nach der Feedbackrunde mit sehr positiven Eindrücken vom Wochenende, gab Militärpfarrer Bernhard Jacobi den Reisesegen für eine sichere Ankunft in der Heimat.