Festakt zum Jubiläum: Das Gorch-Fock-Haus wird 50

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Wilhelmshaven, 12. November 2018 – Um fünf Jahrzehnte erfolgreiche Betreuungsarbeit für Soldaten am größten Standort der Bundeswehr im niedersächsischen Wilhelmshaven zu würdigen, hatten die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) und das Kuratorium des Gorch-Fock-Hauses zu einem Festakt mit rund 180 Gästen geladen.

Alles begann auf den Tag genau vor fünfzig Jahren: Am 12. November 1968 nahm das Gorch-Fock-Haus seinen Betrieb auf und ist seither Treffpunkt für Bundeswehrangehörige und Zivilbevölkerung. Mit einer Mischung aus alten schwarz-weiß-Fotografien und Farbbildern, die in einer Slideshow im großen Festsaal zu sehen waren, konnten die Gäste einen Blick auf die 50-jährige Geschichte des Hauses nehmen und sich selbst ein Bild von den Veränderungen der vergangenen fünf Jahrzehnte machen, bevor der Vorsitzende der EAS Generaloberstabsarzt a.D. Dr. Ingo Patschke die rund 180 geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft, Bundeswehr, Seelsorge und anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, darunter EAS-Vorstandsmitglied Siemtje Möller MdB, begrüßte.

In seinem Grußwort betonte er, dass das Haus von Beginn an nicht nur Treffpunkt für Zivilgesellschaft und Bundeswehrangehörige ist, sondern den Soldaten eine Heimat geben soll. „Das Gorch-Fock-Haus ist nicht nur damals wichtig gewesen, sonders ist es auch heute“, denn es hat den herausragenden Auftrag, Begegnungsstätte zu sein, geschützte Räume zu schaffen und den Austausch zwischen Zivilgesellschaft und Soldaten zu festigen, um ein Zusammengehörigkeitsgefühl herzustellen. „Heutzutage stellen die Sozialen Medien einen Trend dar, der wahrscheinlich kaum umkehrbar ist und birgen die Gefahr der Isolation. Ein Kumpel beim Bier ist weit besser als 500 Follower bei Facebook, weil man sich einfach besser austauschen kann – und diesen Austausch brauchen wir – nicht nur in der Bundeswehr, sondern auch gesellschaftlich“, so Patschke. Weiter hob er hervor, dass das Gorch-Fock-Haus „steinernes Zeugnis eines Fürsorgegedankens des Dienstherrn und der Militärseelsorge“ ist, bevor er sich im Namen der EAS bei Elke und Peter Brendel für ihr starkes Engagement im Rahmen der Betreuung von Bundeswehrangehörigen bedankte und Peter Brendel zu seinem 30-jährigen Dienstjubiläum bei der EAS eine Urkunde überreichte.

Nach einer anschließenden Andacht durch den Leitenden Militärdekan und Stellvertretenden EAS-Vorsitzenden Armin Wenzel, in der er betonte, „wie wichtig es ist einen Ort zu haben, um miteinander Gemeinschaft zu verbringen“, stellte der Kuratoriumsvorsitzende und Kommandeur des Marinestützpunktkommandos Wilhelmshaven Fregattenkapitän Lars Vergien die Wichtigkeit der Betreuungsarbeit – insbesondere aufgrund zunehmender Herausforderungen der Soldaten – heraus. „Das Gorch-Fock-Haus hat sich in den vergangenen 50 Jahren immer wieder neu erfunden, um mit guten Ideen immer am Puls der Zeit zu bleiben“, so Vergien und lobte dabei ebenso das Engagement von Familie Brendel.

Auch der Kommandeur der Einsatzflottille 2 Kapitän zur See Ralf Kuchler dankte der EAS und dem Haus dafür, dass sie zu den Menschen in der Bundeswehr stehen und dazu beitragen, dass alle Teilstreitkräfte „einen Platz in der Mitte der Gesellschaft hier in Wilhelmshaven haben“. „Betreuung, Fürsorge und Nächstenliebe sind Dinge, die durch die EAS und somit auch durch das Gorch-Fock-Haus in den letzten 50 Jahren gelebt, vermittelt und weitergegeben werden.“

Oberbürgermeister Andreas Wagner bezeichnete das Gorch-Fock-Haus als „gute Stube der Bundeswehr“ und hob hervor, dass es seit der Eröffnung im Jahr 1968 fester Bestandteil der Stadt Wilhelmshaven ist. „Das wesentliche Ziel, Bundeswehrangehörige und Zivilbevölkerung an diesem Ort zueinander zu führen und in einen Austausch zu bringen, hat die EAS längst erreicht, was nicht selbstverständlich ist in einer schnelllebigen Zeit wie heute.“

Musikalisch umrahmt wurde die feierliche Veranstaltung durch die Gruppe „Voice Over Piano“ mit Sara Dähn und Thomas Blaeschke, die abschließend mit einem kleinen Empfang und Imbiss ausklang.