Gemeinsam haben wir schon viel geschafft

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Im Haus Lenzen am Rudower See  trafen sich vom 10. bis 12. Mai sechs Paare und zwei Hunde, um sich einmal ohne die eigenen Kinder Zeit  füreinander zu nehmen, inne zu halten und die Partnerschaft neu zu betrachten im Hinblick auf alles, was man als Paar und Eltern gemeinsam bereits geschafft hat. Unterstützt wurden die Paare  von EAS-Sozialpädagogin & Familientherapeutin Petra Thomas-Krieft  und Traumatherapeutin Cordula Klaffs.

Nach einem ungezwungenen Kennenlernen bei Kaffee und Kuchen am Anreisetag fand bald ein reger Austausch statt über die schwierigen Herausforderungen des Alltags und die nicht immer einfache Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Mit einem Lächeln wurde das vorgetragene Liebesgedicht aufgenommen, das die Paare auf das Abendessen einstimmen sollte. Und so wurde dieses Ritual dann auch für alle folgenden Mahlzeiten beibehalten.

Während des anschließenden Spaziergangs zum Rudower See konnten die Paare zunächst ein paar Minuten abschalten und die Ruhe und Natur genießen, bevor es beim Kennenlernen-Memory interessant wurde: „Auf welche Ziele im Leben bewegst du dich gerade zu?“, „Nenne  drei Dinge, die du erreicht hast!“, „Wann hattest du deinen letzten Aha-Effekt?“, „Was möchtest du in deinem Leben noch gerne lernen?“, „Erinnere dich an eine Situation, in der du richtig stolz auf dich warst.“, „Gibt es in deinem Leben jemanden, an dem du dich orientierst?“ und  „Wo siehst du dich in 10 Jahren?“ Durch viele persönliche Fragen erfuhren die Teilnehmer einiges über sich und vielleicht auch ein wenig Neues über ihren Partner.  Zum Abschluss des Abends saßen alle gemütlich beisammen und wer mochte, konnte natürlich auch das EM Auftaktspiel schauen.

Am nächsten Morgen wurden nach Qi Gong und einem reichhaltigen Frühstück mit der Methode des „Ressourcensalates“ die Stärken und gegenseitigen Unterstützungsmöglichkeiten der Paare betrachtet, indem Konfliktauslöser durch bestimmte Fragen konkretisiert wurden. Da hieß es dann: „Wann nehmen wir uns Zeit als Paar?“, „Bei welchen Gelegenheiten können wir am besten reden?“, „Was hat sich im Konfliktfall bewährt?“, „Wo gibt es Spannungen und wie entspannen wir wieder?“

Anschließend konnten mithilfe eines Arbeitsbogens Dinge aufgeschrieben werden, die als Paar bereits geschafft wurden, aber auch, bei denen wo es noch Entwicklungsbedarf gibt. Sc Perspektive sie als Paar anstreben. Die Rückmeldungen nach der Kaffeepause waren positiv: Es sei hilfreich gewesen, sich vor Augen zu führen, was bereits gemeinsam geleistet wurde, welche Vorhaben es gäbe und woran gemeinsam noch gearbeitet werden könne. Mit der Umsetzung konnte dann im Kleinen auch gleich begonnen werden, und zwar durch die Gestaltung einer Perspektivpizza. Ob Fahrradtour oder Hausbau, die unterschiedlichen Vorhaben und Pläne schmeckten allen.

Der Abreisetag  stand nach der intensiven Partnerarbeit ganz im Zeichen von Entspannung und Freizeit. Nach dem Frühstück ging es nach Lenzen zu einer Paddeltour auf der Löcknitz Mit zwei Booten wurde bei einigen der Wettbewerbsgedanke geweckt und so gab es eine gesunde Mischung aus Kampfgeist, Naturgenuss und jeder Menge Spaß. nebenbei gab es auch einiges zu lernen über den Lebensraum von Fischotter und Eisvogel und die Flusslandschaft.

In der Auswertungsrunde lobten alle Paare die gesunde Balance von Arbeit und Entspannung und gaben an, gern wieder an solch einer Veranstaltung teilnehmen zu wollen, denn das Konzept der inhaltlichen Arbeit für Paare und Familien verbunden mit Freizeit und Erholung sei einzigartig.

Vielen Dank an alle Paare für ihre Offenheit und die Bereitschaft, an sich zu arbeiten. Danke auch an Cordula Klaffs für die immer wieder wundervolle Zusammenarbeit.

Text und Fotos: Petra Thomas-Krieft