Im Jahr der Jubiläen feiern neben der Bundeswehr auch Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS), Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS) und Bundesarbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (BAS) ihr 60jähriges Bestehen. Mit einem Festakt gratulierte Bundesministerin der Verteidigung Dr. Ursula von der Leyen den Verbänden herzlich und dankte für die Verdienste in der Soldatenbetreuung.

Berlin. „Es sind Generationen von Soldatinnen und Soldaten, die wussten, dass ihnen immer jemand zur Seite steht.“ Anlässlich des 60jährigen Jubiläums der Evangelischen und Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung und deren Dachverband Bundesarbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (BAS) fasste Bundesministerin der Verteidigung Dr. Ursula von der Leyen in ihrer Festrede am 27. September im Bundesministerium der Verteidigung treffend zusammen, was 60 Jahre Soldatenbetreuung für die Männer und Frauen in der Bundeswehr bedeutete und noch heute bedeutet.

Auch wenn sich die Anforderungen für die Menschen in der Bundeswehr in den vergangenen 60 Jahren existentiell geändert haben, von der Kernaufgabe, nämlich der Beherrschung des Ost-West-Konfliktes bis zum Ende der 1980er Jahre hin zu einer Armee des Einsatzes in den folgenden beiden Jahrzehnten, haben es die Soldatenbetreuungseinrichtungen verstanden, über diese lange Zeit und die wechselvolle Geschichte lückenlos und auf beeindruckende Art und Weise modern und auch heimatbildend für die Soldatinnen und Soldaten da zu sein. Sie dankte allen Mitarbeitern und Mitgliedern herzlich für das Engagement und die Verdienste rund um die Betreuung der Männer und Frauen, sowohl in den OASE-Betreuungseinrichtungen, die in den Einsatzländern fernab der Heimat eine kleine Auszeit vom Dienst ermöglichen, als auch für die zahlreichen Angebote und Möglichkeiten im Inland.

Der Ev. Militärgeneraldekan Matthias Heimer und der Kath. Militärbischof Dr. Franz-Josef Overbeck machten zu Beginn der Veranstaltung mit einem gemeinsamen geistlichen Wort auch die Verbundenheit von EAS und KAS zu ihrer Militärseelsorge deutlich. „In Fürsorge füreinander da zu sein, ist einer der Grundaufträge, die wir innerhalb der Bundeswehr übernehmen.“ betonte Militärbischof Overbeck.

Der Ev. Militärbischof Dr. Sigurd Rink verwies in seinem Grußwort auf das Matthäusevangelium, wo es heißt: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ Dieser Vers stehe sinnbildlich auch für die Arbeit von EAS und KAS, die sich als diakonischer Arm der Militärseelsorge stark machen, um für die Soldatinnen und Soldaten geschützte Räume der Begegnung zu schaffen und Angebote für diejenigen anzubieten, die durch den Einsatz und den Dienst belastet sind.

Der BAS-Vorsitzende Verteidigungsminister a.D. Dr. Franz Josef Jung (MdB) betonte die Wichtigkeit einer guten Betreuung der Soldatinnen und Soldaten auch als Form der Wertschätzung der Arbeit, die Bundeswehrangehörige sowohl im Einsatz als auch im Grundbetrieb leisten und die mit keinem anderen Beruf vergleichbar ist. Daher hätten sie auch die besondere Fürsorge und Unterstützung verdient, die EAS und KAS gemeinsam mit der Militärseelsorge seit 60 Jahren ermöglichen. Auch er dankte den Soldatenbetreuungseinrichtungen für die gute Arbeit und gratulierte zum runden Jubiläum.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Sängerin Louisa Wenderoth und Partner Thomas Raatz, die mit weicher Stimme, flotten Rhythmen und verträumten Melodien für die passende Untermalung sorgten, sowie dem Musiker-Duo „Voice Over Piano“, die zwei Titel vortrugen, die sie auch bei zahlreichen von der OASE-Einsatzbetreuung organisierten Konzerten in den Einsatzländern Afghanistan, Kosovo und Mali schon vor vielen hundert begeisterten Soldatinnen und Soldaten zum Besten gaben.

Der EAS-Vorstandsvorsitzende Generaloberstabsarzt a.D. Dr. Ingo Patschke und die KAS-Vorstandsvorsitzende Gisela Manderla, MdB, freuten sich über die zahlreichen Gäste aus Politik, Ministerium und Bundeswehr, darunter der Parlamentarische Staatssekretär Markus Grübel, Staatssekretär Gerd Hoofe, die parlamentarische Geschäftsführerin der CDU/CSU-Fraktion Michaela Noll (MdB), der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Dr. Hans-Peter Bartels, der Generalinspekteur der Bundeswehr General Volker Wieker sowie zahlreiche Vertreter und Mitglieder befreundeter Verbände.

Auch für die Zukunft wollen EAS und KAS entsprechend dem Zitat der Ministerin an alle Bundeswehrangehörigen das Signal aussenden: „Wir sind bei Dir!“ Und gemäß diesem Motto sollen auch kommende Generationen durch die vielseitigen Angebote und Maßnahmen von EAS und KAS Hilfe erfahren, Abwechslung genießen und Kraft schöpfen können.