Pilgern auf dem Fränkisch-Schwäbischen Jakobswegzubringer

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Rothenburg ob der Tauber. Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) unterstützte vom 12. – 17. August 2018 die vom Evangelischen Militärpfarramt Berlin II durchgeführte Pilgerreise auf dem Fränkisch-Schwäbischen Jakobswegzubringer. Fragen, wie: „Was belastet mich?“, „Was gibt mit Kraft?“ und „Was gibt uns Kraft?“ begleiteten die 17 Bundeswehrangehörigen auf den täglichen Etappen von Lauda-Königshofen über Bad Mergentheim, Weikersheim und Creglingen nach Rothenburg ob der Tauber.

In einer technologisierten, schnelllebigen Welt bleibt das Individuum oftmals auf der Strecke, wodurch der Weg zu sich selbst immer schwieriger zu finden ist. Zusammen mit Militärpfarrer Thomas Thiel vom Evangelischen Militärpfarramt II Berlin, Militärpfarrerin Claudia Thiel vom Evangelischen Kirchenamt für die Bundeswehr (EKA) und EAS-Regionalreferent Volker Schwenke, begaben sich 13 Frauen und vier Männer auf eine Pilgerwanderung, um die Belastungen des Alltags hinter sich zu lassen, den Geist zu entspannen und im Austausch mit anderen neue Gesichtspunkte zu erfahren.

Rund 80 Kilometer umfasst der Pilgerweg entlang der Tauber. Er führt durch die Wälder, Dörfer und Weinberge des Main-Taubertals. Nachdem die Teilnehmer am Sonntag ihre Unterkunft in der Evangelische Tagungsstätte Wildbad in Rothenburg o.d.T. bezogen hatten, ging es von hier aus jeweils zum Start- und Endpunkt der einzelnen Tagesetappen mit einer Streckenlänge zwischen 17 und 24 Kilometer. Von Lauda-Königshofen über Bad Mergentheim, Weikersheim und Creglingen pilgerten die Teilnehmer auf insgesamt vier Etappen nach Rothenburg ob der Tauber, wo die Jakobuskirche das Ziel der Pilgerreise war.

Begleitet von morgendlichen Andachten in einer Kirche am jeweiligen Startort und einer Abendandacht in der Unterkunft, lernten sich die Teilnehmer nicht nur persönlicher kennen, sondern konnten durch die schönen Ausblicke in die Natur der Seele etwas Gutes tun.

Pilgern ist oftmals ein kräftezehrender Akt, der dem Wanderer physisch und psychisch viel abverlangt, sodass einige Teilnehmer gesundheitlich bedingt einzelnen Etappen pausieren mussten. Nichtsdestotrotz war die Motivation aller sehr hoch. Es ist geplant, den Fränkisch-Schwäbischen-Jakobsweg im kommenden Jahr von Rothenburg ob der Tauber weiter Richtung Ulm zu gehen und viele der Pilger bekundeten das Interesse, nächstes Jahr wieder dabei sein zu wollen.