Vortragsveranstaltung zum Nahostkonflikt

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Faßberg. Bereits zum zehnten Mal unterstützte die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) die Fachschule der Luftwaffe am Standort Faßberg bei der Weiterbildung der Soldatinnen und Soldaten. Rund 200 Lehrgangsteilnehmer und das Stammpersonal der Fachschule der Luftwaffe folgten aufmerksam der Journalistin Lea Frehse, die am 18. Oktober einen Vortrag über den Nahostkonflikt in der Faßberger OASE – Haus Schlichternheide hielt.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Oberstleutnant Bernhard Wünsche von der Fachschule, erinnerte er noch einmal an den plötzlichen Tod der langjährigen Referentin dieser Veranstaltung, Dr. Sylke Tempel, die vor gut einem Jahr Opfer eines schweren Herbststurmes in Berlin wurde. Anschließend bedankte er sich bei der EAS für die langjährige Kooperation und die Bereitschaft, diese Veranstaltung zu unterstützen, bevor er an die Referentin Lea Frehse übergab.

Lea Frehse ist Redakteurin im Politikressort bei der Wochenzeitung „DIE ZEIT“ und dort für den Nahen Osten zuständig. Als freie Journalistin war sie lange Jahre in Israel, Palästina und dem gesamten Nahen Osten unterwegs und konnte so ihr Fachwissen mit persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen untermauern. Somit konnte Sie den Teilnehmern einen guten Überblick über die momentane Lage im Nahen Osten und im Besonderen über Israel geben.

An konkreten Beispielen, wie dem Umzug der amerikanischen Botschaft nach Jerusalem oder der Aufkündigung des Iran-Atom-Abkommens durch die USA, zeigte Frehse auf, wie komplex die Zusammenhänge in dieser konfliktreichen Region sind und welche Befindlichkeiten bei den verschiedenen Akteuren dieses Konfliktes vorherrschen. „Es ist erstaunlich, welche Bedeutung ein Land, das nur knapp so groß ist wie Niedersachsen, für die Region und in der Welt hat“, so Frehse.

Neben den vermittelten Fakten, beantwortete Frehse die vielen Fragen der Teilnehmer. Vorherrschend waren hier Themen, wie die Rolle Israels in der Region ist, wer ist Täter, wer Opfer? oder ganz allgemein, wie sich die Situation lösen lassen könnte. Auf die letzte Frage, konnte auch Sie keine Antwort finden.

Am Ende standen jedoch einige Dinge fest. Beispielsweise, dass gerade aus den USA viel Rhetorik aufkommt, aber wenig Taten folgen. Aus Sicht Frehses besteht derzeit eine gewisse Müdigkeit innerhalb der Staatengemeinschaft, was die Lösung des Konfliktes betrifft.

Nach gut eineinhalb Stunden ging die Veranstaltung vorbei und Oberstleutnant Wünsche dankte Frau Frehse für ihre fundierten und lebhaften Ausführungen. Als kleines Dankeschön erhielt sie das schon obligatorische Glas Heidehonig.