18. Kunstwettbewerb der Bundeswehr: Intensiver Juryentscheid in Bonn

Bonn, 14. Juli 2026. Der tägliche Dienst stellt die Bundeswehrangehörigen, gleich ob in Uniform oder zivil, vor die verschiedensten Herausforderungen. Seien es die körperlichen, geistigen oder auch moralischen Anforderungen, ein möglicher Weg der persönlichen Reflektion und Kompensation findet sich in der künstlerischen Auseinandersetzung. Der Kunstwettbewerb der Bundeswehr bietet hierfür seit 1997 eine attraktive Plattform mit wechselnden Themen und Fragestellungen im Spiegelbild von Zeit und Gesellschaft. 

Mehrere Personen in Uniform und formeller Kleidung sitzen und stehen in einem Besprechungsraum um einen Tisch mit Unterlagen und kleinen Snacks.
Eine weibliche Person in militärischer Uniform sitzt lächelnd an einem Konferenztisch mit Notizblock und Brille vor sich, während im Hintergrund ein Gemälde eines Soldaten an der Wand hängt.
Vier Personen sitzen in einem Besprechungsraum an einem Tisch und führen eine Unterhaltung, während zwei von ihnen militärische Uniform tragen.
Eine weibliche Person in militärischer Uniform steht an einem Tisch mit verschiedenen Kunstwerken und schreibt in ein Notizbuch.
Neun Personen stehen in einer Reihe auf einem gepflasterten Weg vor einem Gebäude und grünen Bäumen, einige tragen formelle Kleidung und andere militärische Uniform.

Mit der Bekanntgabe des aktuellen Mottos „wehrhaft | wahrhaft“ im September 2025 an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg fiel der Startschuss für den bereits in der 18. Auflage durchgeführten Kunstwettbewerb der Bundeswehr. Hinter dem Thema steht letztlich die zentrale Frage „Sind wir wahrhaft wehrhaft?“ – Was bedeuten diese beiden starken Begriffe für uns als Bürger der Bundesrepublik Deutschland im Allgemeinen bzw. als Angehörige der Bundeswehr im Speziellen?

Ob Malerei, Fotografie, Gesang, Digital-, Text- oder Objektkunst: Zahlreiche Bundeswehrangehörige stellten sich der künstlerischen Umsetzung dieses vielschichtigen Themas und reichten insgesamt 83 Kunstwerke ein; darunter 72 Einzelarbeiten, acht Familienarbeiten sowie drei Gruppenarbeiten.

Jury vor anspruchsvoller Aufgabe

Am vergangenen Dienstag traf sich eine hochkarätig besetzte Jury im Streitkräfteamt bei der Gruppe Betreuung und Fürsorge in Bonn, um die eingereichten Kunstwerke zu bewerten und die Gewinnerinnen und Gewinner in den verschiedenen Kategorien zu ermitteln. Sie stellten sich dabei der nicht weniger herausfordernden Aufgabe, jedes einzelne Werk im Kontext des Themas zu bewerten und letztlich auch eine Reihung der Wettbewerbsbeiträge vorzunehmen.

Jurymitglieder:

  • Generaloberstabsarzt Dr. Nicole Schilling,
    Stellvertreterin des Generalinspekteurs der Bundeswehr
  • Generalmajor Ansgar Meyer,
    Kommandeur Zentrum Innere Führung
  • Generaloberstabsarzt a.D. Dr. med. Ulrich Baumgärtner,
    Vorstandsvorsitzender Deutsche Härtefallstiftung
  • Celtina Le Moal,
    Referentin Familie & Bildung Katholische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS) & Kunstpädagogin
  • Carolin Brusky,
    Wissenschaftliche Referentin Katholisches Militärbischofsamt, Referat Seelsorge

Begrüßt wurde das Gremium durch Brigadegeneral Michael Oberneyer, den Stellvertreter des Amtschefs Streitkräfteamt. Er verwies auf die besondere Qualität des Wettbewerbs und stellte der Jury eine intensive Sitzung in Aussicht: anspruchsvoll, spannend und geprägt von intensiver Betrachtung und Diskussion.

Prämierte Kunstwerke bleiben bis zur Preisverleihung geheim

Der Jury gelang es, trotz der Vielzahl und Vielschichtigkeit der Kunstwerke sowie den herausfordernden Temperaturen, erfolgreich die Gewinnerinnen und Gewinner in allen Kategorien zu ermitteln. Bis zur offiziellen Auszeichnung und erstmaligen Präsentation der prämierten Kunstwerke werden die Namen der Schaffenden jedoch unter Verschluss gehalten. Diese bildet am 23. November 2026 – traditionell im Deutschen Bundestag – den feierlichen Höhepunkt des Kunstwettbewerbs der Bundeswehr.

Nur so viel sei verraten: Die gezeigte Kreativität der Teilnehmenden und überaus ansprechende Umsetzung ihrer hat den Jurymitgliedern höchsten Respekt abverlangt und findet die verdiente Anerkennung in den Worten der Stellvertreterin des Generalinspekteurs:

„Ich habe heute eine Vielzahl an Meisterwerken zum Thema „wehrhaft | wahrhaft“ gesehen, die nicht nur von außergewöhnlichem Engagement geprägt sind, sondern jedes Einzelne für sich eine eigene, sehr persönliche Botschaft übermittelt. Es hat mir sehr viel Freude bereitet die individuellen Botschaften aus den Bildern und Texten herauszulesen und das jeweilige Verständnis von Wehr-/Wahrhaftigkeit in unseren Diskussionen zu ergründen. Von Herzen möchte ich mich bei allen Einsendenden für das Engagement und Ihre Bereitschaft zum Mitwirken bedanken. Jedes einzelne Werk ist einzigartig, wie diejenigen, die es geschaffen haben.“

Über den Kunstwettbewerb der Bundeswehr

Der Kunstwettbewerb der Bundeswehr wird seit 1997 im Wechsel von Evangelischer Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) und Katholischer Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS) durchgeführt und steht unter der Schirmherrschaft des Amtschefs des Streitkräfteamtes der Bundeswehr (SKA). Ziel dieser besonderen Betreuungsmaßnahme ist es, zur Förderung von Kunstschaffenden in der Bundeswehr und zur Verbesserung der Integration der Bundeswehr in die Gesellschaft aktiv beizutragen. Weitere Informationen unter www.KunstBw.de

Text: Bundeswehr/Dirk Großhenrich (redaktionelle Bearbeitung durch KAS)
Fotos: Bundeswehr/Michael Gapski