Eine Woche voller Pferdeglück im Erzgebirge

Eibenstock/Erzgebirge. Eine Woche lang dem Alltag entfliehen, Pferde hautnah erleben und Gemeinschaft genießen – genau das bot die Reiterwoche, zu der die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) vom 31. August bis 05. September ins Reit- und Sporthotel Eibenstock eingeladen hatte. Acht Soldaten aus vier Bundeswehrstandorten reisten mit vier Angehörigen, darunter zwei Kinder, ins Erzgebirge, um eine unvergessliche Woche rund ums Pferd zu erleben.

Schon bei der Ankunft am Sonntag lag Vorfreude in der Luft. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Regionalbetreuer Hubert Prinz erkundete die Gruppe das Hotel, die Stallungen und das weite Gelände. Beim lockeren Kennenlernspiel auf der Wiese vor den Zimmern war schnell das Eis gebrochen, so dass die Stimmung von Anfang an familiär war.

Pferdepflege, Reitstunden und Stallarbeit

Von Montag an drehte sich alles um die Pferde. Ob Fellpflege, Hufe auskratzen, Satteln oder Trensen – alle packten mit an, bevor es in den Sattel ging. Während die Anfänger sich mit Longen-Unterricht an das Reiten herantasteten, trainierten die fortgeschrittenen Reiter in Abteilungen Bahnfiguren sowie die drei Gangarten Schritt, Trab und Galopp.

Auch die Stallarbeit gehörte selbstverständlich dazu: Gemeinsam wurden täglich bis zu 36 Boxen ausgemistet und neu eingestreut. Trotz der körperlichen Anstrengung machte genau das den besonderen Reiz der Woche aus – man war mittendrin im Leben rund ums Pferd.

Abends saß die Gruppe oft draußen in geselliger Runde auf der Hotelwiese zusammen, tauschte Erlebnisse aus und genoss die entspannte Atmosphäre. Das meist sonnige Wetter war ein Glück und selbst der einzige Regentag minderte die Freude nicht, denn in der großen Reithalle ließ es sich bestens trainieren.

Ausflug mit Aussicht

Ein besonderes Highlight war der gemeinsame Ausflug am Mittwochnachmittag nach Klingenthal. Dort besuchte die Gruppe die „Sparkasse-Vogtland-Arena“ – eine der modernsten Skisprung-Anlagen weltweit. Auf der 2006 fertiggestellten Schanze am Schwarzberg liegt der Schanzenrekord bei 147,50 Meter. Neben spannenden Einblicken in Geschichte und Technik begeisterten besonders die Fahrt mit der Erlebnisbahn „WieLi“ und der Ausblick aus der scheinbar schwebenden Kapsel des 35 Meter hohen Schanzenturms.

Erste Ausritte und ein Stallturnier

Am Donnerstag wagten die Geübten einen Ritt durch Wald und Feld rund um den Gerstenberg. Auch die Anfänger kamen auf ihre Kosten: Begleitet von Reitlehrern erlebten sie ihre erste Geländerunde. Für zwei Teilnehmende ging ein Herzenswunsch in Erfüllung, denn sie durften unter Anleitung von Reitlehrer Lars Braun ein Springtraining absolvieren.

Am Nachmittag verwandelte sich die Reithalle dann in ein Turnierfeld. Auf einem von Hubert Prinz aufgebauten Parcours zeigten alle ihr Können. Besonders bemerkenswert war, dass auch die Reitanfänger die Hindernisse ganz alleine meisterten. Am Abend folgte die Siegerehrung am Lagerfeuer bei Grillessen. Dabei erhielt jeder eine Urkunde und Medaille zur Erinnerung an die Woche, was bei allen zu strahlenden Gesichtern führte.

Dankbarkeit und Vorfreude

Viel zu schnell kam der Freitag. Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen. Zurück blieben unzählige Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse, neue Freundschaften und viele Glücksmomente mit den Pferden.

Hauptmann David B., der mit seiner Tochter teilnahm, brachte es auf den Punkt und fasste die Woche so zusammen:

„Meine 10-jährige Tochter und ich waren begeistert – von der Organisation über die Unterkunft bis hin zur individuellen Betreuung durch die Reitlehrer. Egal ob kompletter Anfänger oder erfahrener Reiter: Jeder kam auf seine Kosten. Alle hatten ihren Spaß und konnten viel dazu lernen. Wir sind dem Team für diese wundervolle Zeit sehr dankbar und können die Reiterwoche von ganzem Herzen nur wärmstens empfehlen.“

Die Reiterwoche der EAS fand bereits zum zwölften Mal statt und der Wunsch nach einer Fortsetzung im kommenden Jahr ist groß.