Eibenstock/Erzgebirge. Dem Alltag für eine Woche entfliehen, Pferde hautnah erleben und gemeinsam eine abwechslungsreiche Zeit verbringen – genau das bot die Reiterwoche der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS). Vom 30. August bis 04. September 2026 waren sieben Soldaten und eine zivile Beschäftigte aus sechs Bundeswehrstandorten mit fünf Angehörigen, darunter zwei Kindern, zu Gast im Reit- und Sporthotel Eibenstock. Bei spätsommerlichem Wetter erwartete die Teilnehmenden eine erlebnisreiche Woche rund ums Pferd. Neben Reitstunden und Ausflügen stand vor allem das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt.
Ankommen und Pferde kennenlernen
Am Sonntag reisten die Teilnehmenden in Eigenregie nach Eibenstock und bezogen ihre Zimmer. Vor dem gemeinsamen Abendessen gab Regionalbetreuer Hubert Prinz eine Einführung in das Programm der kommenden Tage. Anschließend führte er die Gruppe durch die Reitanlage und gab einen ersten Einblick in die bevorstehenden Aktivitäten.
Am Montag und Dienstag stand das Reiten im Mittelpunkt. Jeweils am Vor- und Nachmittag fanden Reitstunden statt. Dabei gehörte auch die Vorbereitung der Pferde zum festen Bestandteil des Programms. Unter Anleitung lernten die Anfänger, ihre Pferde mit Kardätsche und Striegel zu pflegen, die Mähne zu kämmen und die Hufe auszukratzen. Anschließend wurden die Pferde gesattelt und getrenst. Für die Reitanfänger ging es zunächst an die Longe. Die fortgeschrittenen Reiter übten in Reitabteilungen verschiedene Bahnfiguren und die drei Gangarten Schritt, Trab und Galopp.
Nach den Reitstunden ließ die Gruppe die Abende in gemütlicher Runde ausklingen. Auch kühlere Temperaturen und gelegentliche Regenschauer konnten der guten Stimmung nichts anhaben. Mit Wolldecken und Regenschirmen ausgestattet, saßen die Teilnehmenden noch lange zusammen und tauschten sich über die Erlebnisse des Tages aus.
Von Pferden und regionaler Tradition
Auch am Mittwochvormittag stand zunächst das Reiten auf dem Programm. Nach dem Mittagessen ging es anschließend zur Wernesgrüner Brauerei. Die Geschichte der Brauerei reicht bis ins Jahr 1436 zurück, als erstmals das Recht zum Brauen und Schenken erteilt wurde. Eine besondere Attraktion ist das historische Wernesgrüner Traditionsgespann. Pferde der Kaltblutrasse Percheron ziehen den rund dreieinhalb Tonnen schweren Traditionswagen mit seinen historischen Holz-Schmuckfässern. Die Teilnehmenden konnten die Stallungen im Brauerei-Gutshof besichtigen und erhielten außerdem einen Einblick in die Geschirrkammern. So verband der Ausflug die Themen Pferd, Handwerk und regionale Tradition auf besondere Weise.
Am Donnerstag hieß es für zwei erfahrene Reiter: ab ins Gelände. Auf befestigten Wegen und querfeldein ging es rund um und auf den Gerstenberg. Die übrigen Teilnehmenden nutzten die Zeit für eine weitere Reiteinheit in der Halle. Am Nachmittag folgte schließlich der Höhepunkt der Reiterwoche: das traditionelle EAS-Stallturnier. Der von Hubert Prinz aufgebaute Parcours musste möglichst fehlerfrei und in kurzer Zeit absolviert werden. Jeder Ritt wurde von den übrigen Teilnehmenden mit viel Applaus begleitet. Dabei standen der gemeinsame Spaß und die Freude am Reiten im Vordergrund.
Vor dem Abendessen fand die Siegerehrung statt. Als Erinnerung erhielt jeder Teilnehmende eine Urkunde mit Gruppenbild und eine Medaille. Die drei Erstplatzierten durften sich zusätzlich über eine Siegerschleife freuen.
Eine Woche voller Erlebnisse
Am Freitag hieß es nach dem Frühstück Abschied nehmen. Eine abwechslungsreiche Woche im Erzgebirge ging damit zu Ende. Die Begeisterung der Teilnehmenden war groß. Besonders die Kombination aus Reiten, dem direkten Kontakt zu den Pferden, gemeinsamen Aktivitäten und persönlichen Gesprächen kam bei allen gut an. Für viele stand deshalb schon bei der Abreise fest: Im kommenden Jahr möchten sie gerne wieder dabei sein.
„Die Reiterfreizeit der EAS hat sich erneut als besonderes Betreuungsangebot bewährt. Aufgrund der positiven Resonanz ist geplant, das Format auch im kommenden Jahr wieder anzubieten“, so Regionalbetreuer Hubert Prinz.

















