Eine Woche Pilot sein: Segelflugerlebnis in Dehausen

Diemelstadt-Dehausen. Abheben, den Alltag hinter sich lassen und den Himmel aus einer ganz neuen Perspektive erleben: Bei der diesjährigen Erlebniswoche „Segelfliegen“ der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) und des Evangelischen Militärpfarramts Fritzlar konnten Soldatinnen und Soldaten fünf Tage lang in die Welt des Segelfliegens eintauchen. Vom 31. August bis 04. September trafen sich Segelflug-Neulinge und erfahrene Teilnehmende im hessischen Dehausen, einem idyllischen Ort, der beste Voraussetzungen für spannende Tage in der Luft bot.

Zwei Segelflugzeuge stehen auf einer Wiese vor einem Wald und zwei Personen stehen in der Nähe der Flugzeuge.
Ein Segelflugzeug wird an einem Seil in den Himmel gezogen, umgeben von Wolken.
Mehrere Personen stehen auf einer Wiese am Waldrand und halten ein kleines Fluggerät mit langen Flügeln, das an einem Seil befestigt ist.
Ein Segelflugzeug fliegt am Himmel mit zwei Personen im Cockpit.
Ein Segelflugzeug steht auf einer Wiese vor einem Wald und vier Personen gehen im Hintergrund darauf zu.
Ein Segelflugzeug wird auf einer Wiese von einem Auto mit einer Zugleine gezogen, im Hintergrund sind Bäume zu sehen.
Drei Personen sind an einem Segelflugzeug auf einer Wiese, wobei eine Person im Cockpit sitzt und die anderen beiden daneben stehen und zuschauen.
Eine Person sitzt in einem Cockpit eines Segelflugzeugs und blickt auf das Instrumentenbrett mit verschiedenen Anzeigen und Messgeräten.
Zwei Personen sitzen in einem Segelflugzeug mit geöffneten transparenten Hauben auf einer Wiese vor einem Wald.
Mehrere Erwachsene sitzen an einem Holztisch in einem rustikalen Raum und nehmen an einer Besprechung beziehungsweise Einweisung teil.
In einem Hangar stehen mehrere kleine Flugzeuge und Segelflugzeuge nebeneinander auf dem Boden.
Vier Personen stehen neben einem Segelflugzeug auf einer Wiese, wobei eine Person mit erhobener Hand etwas erklärt.
Eine Person mit weißem T-Shirt sitzt in einem Segelflugzeug und eine andere Person in blauem Poloshirt steht daneben und erklärt etwas.
Eine Person mit Brille sitzt lächelnd in einem weißen Segelflugzeug mit geöffnetem Cockpitdach auf einer Wiese, während zwei weitere Personen im Hintergrund stehen.
Eine Gruppe von Menschen steht und kniet auf einer Wiese vor einem kleinen Flugzeug und einem Holzgebäude mit einem blauen Schild, umgeben von Bäumen.
Eine Person sitzt in einem weißen Segelflugzeug auf einer Wiese vor einem Wald und eine weitere Person steht daneben.
Ein weißes Segelflugzeug steht auf einer großen Wiese vor einem offenen Hangar, umgeben von mehreren Fahrzeugen und Bäumen unter bewölktem Himmel.
Eine Gruppe von Menschen steht auf einer Wiese vor einem Segelflugzeug mit einem Hund, einige halten Urkunden in der Hand.

Nach der Begrüßung durch Regionalbetreuer Bernd Lindau ging es direkt in die Theorie. Schließlich gehört zum Fliegen weit mehr als nur das Steuern eines Flugzeugs. Meteorologie, Technik, Navigation und Aerodynamik standen auf dem Stundenplan. Die Fluglehrer des Kreisluftsportverbands Waldeck e.V. vermittelten die Inhalte anschaulich und praxisnah. Auch diejenigen, die dem Fliegen zunächst noch etwas skeptisch gegenüberstanden, bekamen so schnell Lust auf den ersten Start.

Der erste Start – ein echter Herzklopfmoment

Nach dem Mittagessen war es endlich so weit: „Rein in den Flieger!“ Gemeinsam mit einem Fluglehrer an Bord starteten die Teilnehmenden im Windenschlepp. Innerhalb weniger Sekunden ging es hoch hinaus über die grünen Wiesen und Felder Nordhessens. Und plötzlich war da vor allem eines: Stille. Die ersten Flüge führten noch über kurze Platzrunden. Sie dienten dazu, sich an das Flugzeug zu gewöhnen, die Umgebung kennenzulernen und ein erstes Gefühl für die Bewegungen in der Luft zu entwickeln.

Ganz einfach machte es das Wetter den Organisatoren in diesem Jahr allerdings nicht. Regenwolken und wechselnde Windverhältnisse erschwerten die Flugplanung und die möglichst gerechte Verteilung der Flugzeiten. Hinzu kam ein entscheidender Faktor: Es fehlte an Thermik.

Trotzdem blieb die Begeisterung ungebrochen. Besonders eindrucksvoll war der Start: Innerhalb von gerade einmal drei bis vier Sekunden beschleunigt das Segelflugzeug von 0 auf 100 km/h und schwebt dabei zunächst nur wenige Zentimeter über der Graspiste. Ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst.

Gemeinsam abheben und voneinander lernen

Auch am Boden wurde es nie langweilig. In den Flugpausen tauschten sich die Teilnehmenden über ihre Erlebnisse aus, gaben sich Tipps und berichteten von ihren ersten Erfahrungen im Cockpit. Natürlich durfte auch ein gemeinsamer Grillabend nicht fehlen. Bei guter Stimmung wurde viel gelacht und erzählt. Dabei wuchs die Gruppe zunehmend zusammen – und nebenbei wurde auch jede Menge voneinander gelernt.

Zur Wochenmitte zeigte sich schließlich auch das Wetter von seiner besseren Seite. Dadurch wurden einige längere Flüge über Nordhessen möglich.

Für die besonders mutigen Flugschüler wartete zudem ein außergewöhnliches Erlebnis: Kunstflug mit dem Segelflugzeug. Einen Segler bei einem Looping vom Boden aus zu beobachten, ist bereits spektakulär. Im Cockpit selbst dürfte sich das Erlebnis noch einmal ganz anders anfühlen.

Auch die Fluglehrer zeigten sich am Ende der Woche begeistert von der Gruppe: „Eine harmonische Truppe, die richtig Lust hat, Neues zu lernen.“

Stolz auf die eigene Leistung

Am Ende der Erlebniswoche hielten alle Teilnehmenden stolz ihr eigenes Flugbuch und eine Urkunde in den Händen. Darin wurden nicht nur die absolvierten Flüge dokumentiert. Auch die bestandene theoretische A-Prüfung wurde bescheinigt, die ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum eigenen Segelflugschein ist.

Damit ging eine abwechslungsreiche Woche viel zu schnell zu Ende. Was bei vielen mit Neugier und vielleicht auch ein wenig Respekt vor dem ersten Start begonnen hatte, endete mit Begeisterung für das Segelfliegen und vielen gemeinsamen Erinnerungen. Das Fazit der Teilnehmenden fiel entsprechend eindeutig aus: Die Woche war mehr, als sie erwartet hatten.

Regionalbetreuer Bernd Lindau bedankte sich zum Abschluss bei allen Beteiligten für ihren großartigen Einsatz. Damit die besonderen Momente der Erlebniswoche noch lange in Erinnerung bleiben, stehen den Teilnehmenden zahlreiche Fotos und Videos zur Verfügung, die über die gemeinsame Cloud abgerufen werden können. Eines dürfte dabei besonders deutlich werden: Wer einmal selbst erlebt hat, wie es sich anfühlt, lautlos über die Landschaft zu gleiten, wird diesen Blick auf die Welt so schnell nicht vergessen.