Einhundert Prozent Abenteuer im Tiroler Oberland

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Ötztal/Tirol. – Rafting, Klettern und Canyoning und mehr: Insgesamt 24 Sport- und Actionbegeisterte kamen Anfang Juli voll auf ihre Kosten, um fünf Tage lang gemeinsame Abenteuer zu erleben, Grenzen zu durchbrechen und Neues zu wagen. Die Bundeswehrangehörigen aus unterschiedlichen Standorten und deren Familienangehörige erlebten eine ereignisreiche Actionfreizeitwoche im österreichischen Ötztal, die von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) organisiert wurde.

Für jede Menge Spaß und Nervenkitzel, aber auch Erholung bei ausgedehnten Wanderungen, sorgte das von Regionalbetreuer Huber Prinz zusammengestellte Programm im „Outdoor-Paradies“ Ötztal.

Ein Tag, ein Ziel! Zum Eingewöhnen aller Teilnehmer in eine abwechslungsreiche Woche, stand am ersten Tag der Outdoor-Parcours in Sautens auf dem Programm – eine Kombination aus klassischem Hoch- und Waldseilgarten. Mit vielen künstlichen Hindernissen, die sich in Höhen zwischen 3 und 15 Metern befanden, verlangte der Parcours einen guten Griff und forderte gleichsam alle Muskeln, bevor es mit der Seilrutsche „Flying-Fox“ in 25 Meter Höhe etwa 200 Meter über die Ötztaler Ache ging. Das für den Nachmittag geplante Begehen des Klettersteigs am Stuibenfall, dem höchsten Wasserfall Tirols, musste kurzfristig abgesagt werden, da stark einsetzender Regen die Aktivität durchkreuzt hatte.

Der Inn in der Imster Schlucht war am zweiten Tag wie geschaffen für eine erlebnisreiche Wildwasser-Rafting-Tour. Drei Stunden im Schlauchboot auf unregelmäßigen Wellen und beeindruckenden Stromschnellen ließen die Herzen aller höherschlagen. Am Nachmittag wurde das Vorhaben „Klettersteig am Stuibenfall“ nachgeholt, dass am Vortag aufgrund schlechten Wetters abgesagt werden musste. Während der 450 Meter lange Klettersteig dicht am Stuibenfall entlang in luftigen 300 Höhenmetern gemeistert wurde, stürzte der Wasserfall aus 159 Metern Höhe in die Tiefe und versprühte dabei riesige nasse Staubfahnen. Den Höhepunkt des Klettersteigs bildete die Überquerung des Stuiben auf einem dünnen Drahtseil, das direkt über den Kopf des wilden Flusses führt.

Der Mittwoch begann auf dem 20.000 Quadratmeter großen Wakeboard-See in der Area 47. Ob Wakeboard, Kneeboard oder Wasserski – hier lernten die Teilnehmer auf den unterschiedlichsten „Brettern“ und „Boards“ bemerkenswerte Tricks & Moves und konnten sich für zwei Stunden auf dem Wasser austoben. Nachmittags stand eine gemütliche Wanderung zum Piburger See auf dem Programm. An dem einzigen Naturbadesee des Ötztals nutzten einige die Möglichkeit zum Schwimmen und Entspannen, bevor der Abend bei einem gemeinsamen Grillabend an der Ötztaler Ache ausklang.

Am Donnerstagmittag erwartete die Rafter das unumstrittene Rafting-Highlight in Tirol – die Ötztaler Ache. Schäumende Walzen, tosende Wellen, zackiges Gestein und hohe Strömungsgeschwindigkeiten boten River Rafting pur. Die Tour mit Wildwasserstufen bis Vier – das Wildeste, das man mit einem Schlauchboot fahren kann – war ein Ereignis der besonderen Art und bescherte allen ein breites Grinsen in den Booten. Den Vormittag nutzten einige der Teilnehmer, um den Klettersteig „Geierwand“ bei Haiming zu begehen. Am Südhang von Simmering und Tschirgant bietet dieser mit rund 400 Höhenmetern einen Panoramablick über das Inntal und ist mit seinen knapp 800 Metern Länge einer der längsten Klettersteige in Tirol.

Letzter Tag, letztes Ziel! Der Freitag war für die Meisten das Highlight der fünftägigen Actionwoche: Eine anspruchsvolle Canyoning-Tour mit großem Spaßfaktor. Wo sich die Gebirgsbäche über Jahrtausende den Weg durch den Berg gegraben haben, ging es entlang des Wassers durch imposante Schluchten mit Wasserfällen und verwunschenen Tümpeln in ausgewaschenen Felsen. Diese Kombination aus Wandern, leichtem Klettern und Abseilen sowie Wasserrutschen und Springen in einen Gebirgsbach begeisterte jeden Einzelnen. Am Ende der Tour gab es noch frische Käsespatzen, welche durch die Guides über einem offenen Feuer zubereitet wurden.

„Die Woche war aufgrund der Aktivitäten anstrengend, aber genau die richtige Maßnahme um vom Dienstalltag auch mal Abstand zu gewinnen. Ich konnte herrlich Abschalten, loslassen und auftanken und würde gerne nächstes Jahr wieder dabei sein“, so das Fazit eines Teilnehmers.