Vom Autofahrer zum Biker: Voller Erfolg beim ersten B196-Kurs der EAS

Edermünde. Wer kennt es nicht? Im Sommer steht man mit dem Auto im Stau und blickt den vorbeiziehenden Motorradfahrern neidisch hinterher. Für zehn Bundeswehrangehörige ist dieser Traum nun Wirklichkeit geworden. Mit dem erstmals von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) in Kooperation mit der Fahrschule Mathias Friedrich in Edermünde angebotenen Kompaktkurs zur Führerscheinerweiterung B196, der vom 08. bis 12. Juni stattfand, starteten sie erfolgreich in ein neues Stück Freiheit auf zwei Rädern.

Die Führerscheinerweiterung B196 ermöglicht erfahrenen Autofahrern das Fahren von Leichtkrafträdern bis 125 Kubikzentimeter Hubraum und 11 kW Leistung – ohne zusätzliche Fahrprüfung. Voraussetzung sind ein Mindestalter von 25 Jahren sowie der Besitz der Führerscheinklasse B seit mindestens fünf Jahren.

Zum Auftakt standen theoretische Inhalte wie Fahrdynamik, Risiken und Besonderheiten des Motorradfahrens auf dem Programm. Im Anschluss folgte eine ausführliche technische Einweisung an den verschiedenen Motorrädern der Fahrschule. Da für die praktische Ausbildung eine vollständige Schutzausrüstung mit Helm, Protektorenbekleidung, Handschuhen und Motorradstiefeln vorgeschrieben ist, nutzten einige Teilnehmende den Nachmittag des ersten Kurstags, um gemeinsam in Kasseler Motorradfachgeschäften die passende Ausrüstung zu erwerben.

Am zweiten Tag begann dann der praktische Ausbildungsteil. Auf dem Übungsplatz trainierten die angehenden Biker Slalom- und Schlangenlinienfahrten, übten gezielte Ausweichmanöver und absolvierten Gefahrenbremsungen aus unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Dabei bot sich zugleich die Gelegenheit, die verschiedenen Motorradmodelle der Fahrschule kennenzulernen und deren Fahreigenschaften direkt miteinander zu vergleichen.

In den folgenden Tagen standen Fahrten auf Landstraßen und Autobahnen auf dem Programm. Dabei profitierten die Teilnehmenden sowohl von ihrer eigenen Fahrpraxis als auch vom Beobachten der anderen Kursteilnehmer. Selbst wechselhafte Wetterbedingungen mit Sonne, Regen und starkem Wind konnten die Motivation nicht bremsen und wurden souverän gemeistert.

Obwohl für die B196-Erweiterung keine offizielle TÜV-Prüfung erforderlich ist, muss die Fahrschule am Ende der Ausbildung die sichere Beherrschung des Motorrads bescheinigen. Am Freitag war es schließlich so weit: Alle zehn Teilnehmenden erhielten ihren Nachweis über ihr sicheres Fahrvermögen und konnten stolz auf die erfolgreiche Ausbildungswoche zurückblicken.

Die Freude bei der Übergabe der Bescheinigungen war groß. Das Feedback der frischgebackenen Biker fiel durchweg positiv aus. Neben der intensiven Ausbildung kamen auch Gemeinschaft, Erfahrungsaustausch und gute Stimmung nicht zu kurz. Der erste B196-Kurs der EAS erwies sich damit als voller Erfolg.

Regionalbetreuer Bernd Lindau gratulierte allen Absolventen zur bestandenen Ausbildung und wünschte ihnen allzeit gute Fahrt sowie viele unvergessliche Kilometer auf zwei Rädern.