Augustdorfer Soldatenheim „OASE – Haus Senne“ feiert Wiedereröffnung

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Augustdorf, 3. Juli 2019 – Nach gut neunjährigen umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen öffnet das im Jahr 1966 errichtete Soldatenheim „OASE – Haus Senne“ wieder seine Türen und steht fortan der Truppe, der Militärseelsorge und allen Einwohnerinnen und Einwohnern in und um Augustdorf zur Verfügung. Grund genug, die vielfältige Bedeutung des Hauses mit einem Festakt zu würdigen und gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Bundeswehr, Seelsorge und anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu feiern.

Seit dem Jahr 1966 ist das Soldatenheim „OASE – Haus Senne“ fester Bestandteil der Gemeinde Augustdorf, der hier lebenden Menschen und der an einem der größten Bundeswehrwehrstandorte stationierten Soldatinnen und Soldaten. Nach einer etwas über neunjähriger Schließungsphase mit umfangreichen Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen feiert das Haus seine lang ersehnte Wiedereröffnung. Am vergangenen Mittwoch fand dazu ein Festakt in der „OASE – Haus Senne“ statt, zu dem die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) geladen hatte.

Nach einer kurzen Andacht durch den Evangelischen Militärpfarrer Martin Benker, der in seiner Botschaft die unterschiedlichen Funktionen des Gebäudes hervorhob, erfolgte im Namen der EAS die Begrüßung der rund einhundert Gäste durch den Vorsitzenden der Bundesarbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (BAS) Bundesminister a.D. Dr. Franz Josef Jung. In seinem Grußwort betonte der frühere Verteidigungsminister, dass sich die ursprünglich geplanten Arbeiten im Jahr 2009 im Laufe der zurückliegenden Jahre zu einem Großprojekt mit vielfältigen Herausforderungen entwickelten. Politische Entscheidungen, wie die Aussetzung der Wehrpflicht, die deutliche Reduzierung des Personalstamms und nicht zuletzt die im Jahre 2011 seitens der Bundesregierung beschlossene Überarbeitung des „Stationierungskonzept zur Neuausrichtung der Bundeswehr“ führten zu einem langjährigen Stillstand des Projektes, da dadurch die Zukunft des Bundeswehrstandortes ungewiss war, so Jung.

Erst Anfang 2013, nachdem das Fortbestehen der GFM-Rommel-Kaserne beschlossen war, konnte das Sanierungsprojekt erneut aufgenommen und um die energetische und baurechtliche Ertüchtigung des Gebäudes erweitert, sowie den gewandelten Bedürfnissen angepasst werden. Jung betonte, dass „dieses Haus nicht nur Heimat der Bundeswehr, sondern gleichermaßen ein Ort für die in Augustdorf und der Umgebung lebenden Menschen sowie der Militärkirchengemeinde ist“, bevor er im Anschluss symbolisch den Schlüssel dem Betreiberehepaar Herbert und Manuela Spriewald übergab.

In weiteren Grußworten lobten die Redner den Ort als Stätte der Begegnung, des Austausches und der Kontaktpflege. Als stellvertretender Abteilungsleiters der Abteilung Führung Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung und in Vertretung der Bundesministerin der Verteidigung stellte Konteradmiral Jean Martens die Wichtigkeit dieser Betreuungseinrichtung hervor und dankte der BAS und dem Trägerverband EAS für das Engagement bei der Betreuung der Soldatinnen und Soldaten. „Die OASEn stellen einen Ort der Erholung und auch der Abwechslung für die Angehörigen der Bundeswehr dar“. Für die Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilbeschäftigten am Bundeswehrstandort Augustdorf sprach der Standortälteste Oberst Jochen Geck und wies darauf hin, wie wichtig es für die Soldaten ist, „einen Ort der Begegnung, des Zusammenseins; einen Ort für militärische und nichtmilitärische Veranstaltungen; einen Ort des Loslassens, der Entspannung und der Geselligkeit“ zu haben, der „nah bei und nicht in der Kaserne“ ist.

Der Augustdorfer Bürgermeister Dr. Andreas J. Wulf verwies in seinem Grußwort darauf, dass das Haus einst errichtet wurde, um die „Begegnung zwischen Soldaten und Zivilbevölkerung zu fördern“ und unterstrich, dass es „ein prägender Bestandteil der Gemeinde ist“. Er wünsche sich, dass die OASE ein Treffpunkt „zur Pflege und Festigung der Gemeinschaft“ werde.

Zu guter Letzt dankte EAS-Hauptgeschäftsführer Rolf Hartmann den Architekten Hans Jürgen Waschk, der das Projekt seit 2009 begleitete und sich besonders verdient um die Kernsanierung des Gebäudes gemacht hat.

Musikalisch wurde der Nachmittag durch Louisa Wenderoth & David Rick umrahmt, der abschließend mit einem kleinen Empfang, einem Imbiss und einer Hausbegehung ausklang.

Das im Jahr 1966 errichtete Soldatenheim „OASE – Haus Senne“ ist Betreuungseinrichtung für die Menschen in der Bundeswehr, gemütlicher Treffpunkt für die Zivilbevölkerung und Heimat der Militärkirchengemeinde. Direkt vor den Toren einer der größten Bundeswehrliegenschaften und mit direkter Verbindung zur Gemeinde wird es zur Integration der Bundeswehr in die Zivilgesellschaft beitragen und mit seinem guten gastronomischen Angebot Leib und Seele stärken. Mit seinen großzügigen Räumlichkeiten bietet es darüber hinaus den perfekten Ort für Veranstaltungen aller Art – egal ob Familienfeste, Geburtstagsfeiern, Kameradschaftsabende, Truppenempfänge, Dienstbesprechungen oder Tagungen.