„Licence to wash“: EAS unterstützt mit Wasch- und Trockengelegenheit

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Sondershausen, 30. Juni 2020 – Das Feldwebel- und Unteroffizieranwärterbataillon 1 im thüringischen Sondershausen stellt die Basisausbildung für die allgemeinmilitärische Laufbahn der zukünftigen Unteroffiziere und Feldwebel des Heeres sicher. Erster Ausbildungsabschnitt ist die Grundausbildung, welche in der Regel drei Monate dauert. Die Coronavirus-Pandemie wirbelt aber auch die Abläufe bei der Bundeswehr durcheinander, so dass die Grundausbildungseinheit vorerst auf sechs Wochen verkürzt wurde. Dabei wird auch Dienst an vier Wochenenden geleistet, um die Zeit in der Kompanie bestens zu nutzen und darüber hinaus Pendelfahrten zu reduzieren.

Bei einer fünfwöchigen Abwesenheit von zu Hause fällt so einiges an Wäsche an. Hierfür bekommen die Rekrutinnen und Rekruten zusätzliche Dienstkleidung, die von der Bundeswehr unentgeltlich gereinigt wird. Doch was passiert eigentlich mit dem privaten Sportzeug, das dienstlich getragen werden darf oder der nach Dienstschluss getragenen Privat- oder gar Unterwäsche?

Da es sich hierbei um Privatwäsche handelt, darf diese nicht durch den Dienstherrn gereinigt werden. Neben den Lehrgangsteilnehmenden besteht auch das Stammpersonal zu einem großen Teil aus Pendlern, die aufgrund des Wochenenddienstes nicht nach Hause fahren können, um ihre Privatwäsche zu reinigen. Hinzu kommt, dass die neuen Unterkunftskonzepte keine Becken zum Wäschewaschen mehr aufweisen und somit die Problematik erschweren. Was also tun, wenn die Soldatinnen und Soldaten darauf angewiesen sind, ihre Wäsche in der Kaserne zu waschen?

Die Leiterin des Betreuungsbüros der Karl-Günther-Kaserne und Ansprechpartnerin der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) Oberstabsgefreiter Alexandra Günther hat daraufhin die Initiative ergriffen, eine Wasch- und Trockengelegenheit am Standort Sondershausen zu schaffen. Da die Gerätschaften aus dienstlichen Mitteln nicht beschafft werden dürfen, suchte sie das Gespräch mit EAS-Regionalreferent Ost Volker Schwenke, um eine Lösung zu finden.

Kurzerhand erklärte sich die EAS bereit, unkompliziert die finanziellen Mittel für eine Waschmaschine und einen Trockner zur Verfügung zu stellen, um die Soldatinnen und Soldaten bei der Ausübung ihres Dienstes bei den derzeit geänderten Rahmenbedingungen zu unterstützen.