Sich der Herausforderung stellen und den Absprung wagen

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Dessau-Roßlau. Vom 4. bis 6. September veranstaltete die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) zusammen mit der Cornelius-Vereinigung e.V. (CoV) eine Fallschirmfreizeit für Bundeswehrangehörige und deren Angehörige. Auf dem Hugo-Junkers-Flugplatz in Dessau konnten sich die insgesamt 14 Teilnehmenden der Herausforderung stellen, den Absprung zu wagen und das unbeschreibliche Gefühl grenzenloser Freiheit während des freien Falls zu genießen.

„Die Einzigartigkeit dieser Freizeit liegt in der Hinführung und dem Durchführen von Grenzüberschreitungen sowie der Ausgestaltung als Teambuildingmaßnahme für Eltern und Teenager“, so Hans-Christian Köhnke, der seitens der Cornelius-Vereinigung e.V. (CoV) die Veranstaltung begleitete. Angereichert mit geistlichen Impulsen, wurde für jeden der Teilnehmenden ersichtlich, dass der Gott der Bibel nicht in erster Linie ein Gott religiöser Feiertage ist, sondern vielmehr derjenige, dem daran gelegen ist, in unser Leben hineingenommen zu werden, um unseren Alltag zu bereichern.

Die Stimmung war geprägt von gespannter Erwartung – nicht nur gegenüber der Sprungausbildung samt Ausbilderteam, sondern besonders gegenüber dem ersten Fallschirmsprung. Nach einer lockeren und dynamischen Vorstellungsrunde, wuchs die Gruppe durch einen von Anbeginn offen und freimütig gepflegten Austausch schnell als Gemeinschaft zusammen. Das Motto: „Wir sind ein Team, unabhängig davon, dass jeder einzelne Teilnehmende einen völlig unterschiedlichen persönlichen Hintergrund mitbringt“, prägte die Gruppe über die gesamte Zeit.

Dementsprechend lag das Ziel dieser Veranstaltung im Herauslocken von Persönlichkeit und Beziehungsfähigkeit. Lebenserfahrungen wie beispielsweise Entscheidungsfreiheit und Loslassen sowie Mut, Respekt und Vertrauen galten dabei als wichtige Faktoren des Handelns. Besondere Nachhaltigkeit schafften dabei die gemeinsam bestandenen Herausforderungen in Ausbildung- und Sprungerlebnis.

Für eine professionelle Ausbildung in Theorie und Praxis sorgte das Team des Fallschirmsprungclubs „Nordost 99 e.V.“, welches durch das Ausbilderteam des Fallschirmclubs Dessau unterstützt wurde, um das nötige Wissen und die richtigen Handgriffe für den ersten selbstständigen Fallschirmsprung zu vermitteln. Neben der Fallschirmkunde wurden das Verhalten im Flugzeug, und die Absprunghaltung geübt, ebenso wie die Steuerung und das Verhalten bei Störungen des Schirms und deren Beseitigung.

Am letzten Tag, bei strahlendem Sonnenschein, war es dann soweit: Der erste eigene Sprung aus 1.200 Metern Höhe, was für jeden einzelnen Teilnehmenden der Eltern-Teenager-Gespanne bedeutete, höchste Adrenalinausschüttungen zu verarbeiten.

Nachdem jeder wieder sicher auf den Boden gelandet war, lautete der Gesamttenor: „Das waren die coolste Herausforderung und das beste Erlebnis in einem, welches ich bislang durchlebt habe!“.

„Diese Form der Eltern-Teenager-Fallschirmfreizeit fand bereits zum neunten Mal statt und ist für jeden Teilnehmenden ein besonderes Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.“, so Köhnke.

Die EAS ist bestrebt dieses Veranstaltungsformat in Zusammenarbeit mit der CoV auch im kommenden Jahr fortzuführen.