Abenteuer, Teamgeist und Gemeinschaft im Ötztal

Ötztal/Tirol. Klettern, Rafting, Canyoning und jede Menge Teamgeist: Vom 31. Mai bis 05. Juni erlebten Bundeswehrangehörige und ihre Familien aus verschiedenen Standorten eine abwechslungsreiche Actionfreizeit im österreichischen Ötztal. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (EAS) mit dem Ziel, Gemeinschaft zu fördern, Herausforderungen gemeinsam zu meistern und unvergessliche Erlebnisse zu schaffen.

Nach der individuellen Anreise am Sonntag bezogen die Teilnehmenden ihre Unterkunft im Haus Marita in Ötz. Mit einer Begrüßung und Einweisung durch Regionalbetreuer Hubert Prinz sowie einem gemeinsamen Abendessen begann die sechstägige Freizeit.

Der erste Programmtag am Montag führte die Gruppe in den Hochseilgarten nach Sautens. Die Anlage kombiniert Elemente eines Hochseil- und Waldseilgartens und bot zahlreiche Herausforderungen in luftiger Höhe. Besonderer Anziehungspunkt war die rund 200 Meter lange Seilrutsche über die Ötztaler Ache, die von den Teilnehmenden mehrfach genutzt wurde.

Am Nachmittag stand mit dem Klettersteig am Stuibenfall die erste alpine Herausforderung auf dem Programm. Nach einer ausführlichen Sicherheitseinweisung meisterte die Gruppe den Klettersteig der Schwierigkeit B/C und überwand dabei rund 400 Höhenmeter. Den Abschluss bildete die spektakuläre Variante über die Seilbrücke direkt an der Abbruchkante des Wasserfalls.

Mit der Rafting-Tour durch die Imster Schlucht, eine der beliebtesten Wildwasserstrecken Europas, stand am Dienstag ein weiteres Highlight auf dem Programm. Auf einer 14 Kilometer langen Strecke bewältigten die Teilnehmenden im Wildwasser der Stufe II zahlreiche Stromschnellen. Für besondere Begeisterung sorgte das kontrollierte „Flippen“ eines Rafts, bei dem das Boot bewusst zum Kentern gebracht wurde. Nach dem erfolgreichen Umdrehen des Boots konnten alle wieder einsteigen – eine wertvolle Erfahrung und ein besonderes Abenteuer zugleich. Am Nachmittag stand eine Wanderung sowie eine Fahrradtour zum malerischen Piburger See auf dem Programm, der zu den schönsten Badeseen Österreichs zählt.

Mittwochvormittag gehörte der Gruppe für eine Stunde die Wakeboardanlage der Area47. Ob Knieboard, Monoski oder Wakeboard – alle probierten verschiedene Sportgeräte aus und sammelten dabei erste Erfahrungen auf dem Wasser. Anschließend wurde der Klettersteig am Lehner Wasserfall bezwungen. Die eindrucksvolle Route entlang der tosenden Wassermassen bot spektakuläre Ausblicke und anspruchsvolle Passagen.

Für echte Adrenalinschübe sorgte am Donnerstag das Rafting auf der Ötztaler Ache. Im Wildwasser der Stufe IV erwarteten die Gruppe schäumende Walzen, hohe Wellen und starke Strömungen. Die Tour stellte für alle Beteiligten eine anspruchsvolle Herausforderung dar und verlangte Teamarbeit sowie Konzentration.

Am Nachmittag folgte mit dem Klettersteig Geierwand bei Haiming ein weiterer Höhepunkt. Mit rund 800 Metern Seillänge zählt er zu den längsten Klettersteigen Tirols. Die etwa zweieinhalbstündige Tour führte über rund 400 Höhenmeter und belohnte die Anstrengungen mit beeindruckenden Panoramablicken über das Inntal.

Den krönenden Abschluss der Actionfreizeit bildete die Canyoning-Tour am Freitag. Die abwechslungsreiche Kombination aus Wandern, leichtem Klettern, Abseilen, Rutschen und Sprüngen begeisterte die Gruppe und wurde von vielen als Höhepunkt der Woche bezeichnet. Nach der Tour wartete am Ausstieg noch eine besondere Überraschung: Frisch zubereitete Kässpatzen, die von den Guides über offenem Feuer gekocht wurden, sorgten für einen gelungenen Ausklang.

Das Ziel der Veranstaltung, Bundeswehrangehörigen und ihren Familien eine besondere Gemeinschaftserfahrung zu ermöglichen und sie im Rahmen der EAS-Betreuungsarbeit zu unterstützen, wurde voll erreicht. Ein durchweg positives Feedback der Teilnehmenden unterstreicht den Erfolg der Veranstaltung. Mehrere Teilnehmende kündigten bereits an, auch im kommenden Jahr wieder dabei sein zu wollen.